01 / Was ist Kani-basami?
Was ist Kani-basami?
Kani-basami gehört in der Einordnung des Kodokan zu den Wurftechniken (Nage-waza), und zwar zu den Selbstfalltechniken zur Seite (Yoko-sutemi-waza). Unter den 16 Yoko-sutemi-waza steht er an 15. Stelle. Der Werfende lässt sich seitlich fallen und bringt den Gegner zu Boden, indem er dessen Unterkörper zwischen beiden Beinen einklemmt.
Kani-basami ist weiterhin eine der Technikbezeichnungen des Kodokan. Nach den Regeln der Internationalen Judo-Föderation (IJF) führt seine Anwendung jedoch zu Hansoku-make wegen eines Verstoßes gegen den Geist des Judo, und der Athlet darf im weiteren Verlauf des Turniers nicht mehr antreten. Dasselbe gilt in Japan bei nationalen Turnieren nach den IJF-Regeln und bei Wettkämpfen bis zum Mittelschulalter, die auf den IJF-Regeln aufbauen. Auch die Kampfregeln des Deutschen Judo-Bundes (DJB) übernehmen diese Bestimmung (Abschnitt 6).
Belegt ist ein Fall, in dem sich Uke im Wettkampf einen Unterschenkelknochen gebrochen hat (Abschnitt 5). Eine japanische Forschungsgruppe hält es für möglich, dass große Biegekräfte auf die Unterschenkelknochen wirken, wenn Uke sich gegen den Wurf stemmt (Abschnitt 4).
Dieser Artikel beschreibt, wie Kani-basami definiert ist, warum er als gefährlich gilt, wie es zu seinem Verbot kam und welche Regeln ihn heute erfassen. Da die Technik nach den Wettkampfregeln zu Hansoku-make führt, erklärt der Artikel weder die Ausführung noch den Eingang noch Übungsformen.
02 / Videos zum Ansehen
Videos zum Ansehen
Auf YouTube öffnen
Diese Referenzvideos veranschaulichen die Bewegung.
Offizielle Videos des Kodokan
- Kani-basami: ein Video auf dem offiziellen YouTube-Kanal des Kodokan. Der Eintrag Kani-basami in der Liste der Technikbezeichnungen des Kodokan verlinkt darauf; laut Videobeschreibung gehört es zur Reihe „100 Techniken“ von Kodokan und IJF Academy.
- Yoko-sutemi-waza: ein Video auf demselben Kanal zu den Selbstfalltechniken zur Seite. Die Überschrift „Yoko-sutemi-waza“ in der Liste der Technikbezeichnungen des Kodokan verlinkt darauf.
03 / Definition und Einordnung
Definition und Einordnung
Die Definition des Kodokan
Das Kodokan definiert Kani-basami so (aus dem Japanischen übersetzt):
„Eine Technik, bei der man den Gegner nach hinten aus dem Gleichgewicht bringt, von seiner linken Seite aus den Körper nach links öffnet, das rechte Bein an seinen Unterbauch und das linke Bein an die Rückseite seiner beiden Knie legt, sich auf die linke Seite fallen lässt und ihn wirft, indem man ihn zwischen beiden Beinen einklemmt.“
Dieser Artikel gibt die Definition nur als Zitat wieder, damit man die Technik erkennen kann. Er zerlegt die Bewegung nicht in Schritte und stellt sie nicht bildlich dar.
Stellung in der Systematik
In der Einordnung des Kodokan teilen sich die Wurftechniken (Nage-waza) in Techniken im Stand (Tachi-waza) und Selbstfalltechniken (Sutemi-waza); die Selbstfalltechniken wiederum in Selbstfalltechniken nach hinten (Ma-sutemi-waza) und zur Seite (Yoko-sutemi-waza). Kani-basami ist eine der Yoko-sutemi-waza, bei denen sich der Werfende seitlich fallen lässt.
Verhältnis zur Gokyo
Kani-basami gehört weder zur ursprünglichen Gokyo-no-waza von 1895 (42 Techniken) noch zur 1920 überarbeiteten Gokyo-no-waza (40 Techniken). In den 1982 festgelegten und 1997 überarbeiteten Technikbezeichnungen des Kodokan ist er unter den Yoko-sutemi-waza enthalten, und auch in der heutigen Liste der Technikbezeichnungen des Kodokan (100 Techniken) steht er bei den Yoko-sutemi-waza.
Abgrenzung zu einer ähnlichen Yoko-sutemi-waza
Bei Kawazu-gake, ebenfalls einer Yoko-sutemi-waza, schlingt der Werfende ein Bein von innen um das Bein des Gegners und lässt sich zusammen mit ihm fallen. Die Form unterscheidet sich von Kani-basami, bei dem der Gegner zwischen beiden Beinen eingeklemmt wird. In den IJF-Regeln stehen beide jedoch nebeneinander als Techniken, die zu Hansoku-make führen und nach denen der Athlet im Turnier nicht mehr antreten darf.
04 / Warum gilt Kani-basami als gefährlich?
Warum gilt Kani-basami als gefährlich?
Die Kraft auf die Unterschenkelknochen
Anfang der 1990er-Jahre untersuchte eine japanische Forschungsgruppe, wie gefährlich Kani-basami ist. Ihre Überlegung: Weil bei Kani-basami die Beine des Gegners zwischen beiden Beinen des Werfenden eingeklemmt werden, wirkt die Kraft der klemmenden Beine als Biegekraft auf die Unterschenkelknochen, wenn sich Uke gegen den Fall stemmt. Die Forschenden schrieben damals, die Technik verletze im Wettkampf häufig den Unterschenkel des Gegners; wenn man der Sicherheit Vorrang gebe, sei es wünschenswert, sie zur verbotenen Technik zu erklären, doch es gebe noch keine Untersuchung, die ihre Gefährlichkeit geprüft habe.
In der Studie wurden Dehnungsmessstreifen an zwei Glasfaserstäben angebracht, die zusammen ein Bein nachbildeten. Mitglieder einer Hochschul-Judomannschaft wandten Kani-basami an, und gemessen wurde die Biegekraft an der Stelle, die dem Schienbein entspricht. Die Werte wurden mit einem ungefähren Richtwert verglichen, bei dem das Schienbein, der dickere Unterschenkelknochen, bricht.
Was die Forschung zeigte
Die Autoren halten es für möglich, dass eine Biegekraft, die zum Bruch des Schienbeins ausreicht, auftreten kann, wenn die Technik voll greift, Ukes Knie fixiert sind und Uke sich gegen den Fall stemmt. Sie vermuten außerdem, dass auch das Wadenbein, der dünne Knochen an der Außenseite des Unterschenkels, mit hoher Wahrscheinlichkeit brechen kann.
Zugleich benennen die Autoren selbst die Grenzen ihrer Studie. In der Wirklichkeit gebe es unsichere Faktoren wie die Bewegung der Beine des Gegners, Weichteile wie die Muskulatur und die gemeinsame Festigkeit von Schien- und Wadenbein; aus einer Simulation lasse sich ein Knochenbruch deshalb schwer vorhersagen. Die Biegefestigkeit des Wadenbeins haben sie nicht untersucht. Teilgenommen haben nur wenige Mitglieder einer Hochschul-Judomannschaft, und die Studie hat keine Brüche an lebenden Knochen gemessen.
Dokumentierte Verletzung
Den Fall eines Knochenbruchs nach einem Kani-basami im Wettkampf beschreibt Abschnitt 5.
Auch Uemura Haruki, damals Präsident des Kodokan, erinnerte in seinem Neujahrsgruß 2010 daran, dass Kani-basami als „gefährliche Technik“ verboten worden war.
05 / Wie es zum Verbot kam
Wie es zum Verbot kam
Die Verletzung von 1980
Im Mai 1980 wurde die Klasse über 95 kg bei den Japanischen Meisterschaften nach Gewichtsklassen, die zugleich als letzte Ausscheidung für die Olympischen Spiele in Moskau dienten, als Jeder-gegen-jeden-Runde mit vier Athleten ausgetragen. Bei diesem Turnier brach sich Yamashita Yasuhiro das Bein, als sein Gegner Endō einen Kani-basami mit vollem Körpereinsatz ansetzte. Yamashita selbst sagte in einem Interview, er habe sich „das linke Bein gebrochen“ (aus dem Japanischen übersetzt), der Kampf habe nicht fortgesetzt werden können und die Heilung habe drei Monate gedauert. Ein Porträtartikel derselben Stiftung, die das Interview veröffentlichte, nennt als gebrochenen Knochen das Wadenbein des linken Beins.
Das Verbot in Regeln und Lehrmaterialien
Aus den Unterlagen, die wir prüfen konnten, lässt sich die Behandlung von Kani-basami so nachzeichnen:
- Technikbezeichnungen der Internationalen Judo-Föderation (festgelegt 1995, überarbeitet 1998): als eine von vier „verbotenen Techniken“ aufgeführt, zusammen mit Ashi-garami, Do-jime und Kawazu-gake.
- Kampfrichterregeln des Kodokan-Judo, Jugendregeln (geändert am 12. Januar 2000): In Wettkämpfen für Mittel- und Grundschüler führte die Anwendung von Kani-basami zu Hansoku-make. Diese Regeln sind als Auszug im Leitfaden des japanischen Bildungsministeriums von 2013 abgedruckt; ob die Bestimmung heute noch unverändert gilt, konnten wir nicht bestätigen.
- Leitfaden des japanischen Bildungsministeriums (2013): als Beispiel einer verbotenen Technik genannt, die im Sportunterricht im 1. und 2. Jahr der Mittelschule nicht angewendet wird (Abschnitt 6).
- Aktuelle IJF-Regeln (Fassung vom 24. Juli 2026): als Handlung aufgeführt, die als Verstoß gegen den Geist des Judo zu Hansoku-make führt (Abschnitt 6).
06 / Heutige Regeln
Heutige Regeln
Die wichtigsten Bestimmungen, die Kani-basami ausdrücklich nennen und seine Behandlung festlegen:
| Bereich | Bestimmung | Festgelegt von |
|---|---|---|
| IJF-Veranstaltungen (alle Altersklassen) | Nennt Kawazu-gake, Kani-basami, Do-jime und Ashi-garami als vom Kodokan eingeordnete Judotechniken, die bei IJF-Veranstaltungen nicht erlaubt sind. Unter der Überschrift „Hansoku-make für Verstöße gegen den Geist des Judo“ steht „Kani-basami anzuwenden“ (aus dem Englischen übersetzt) | IJF (Sport- und Organisationsregeln der IJF, Art. 9 Pkt. 7 und Art. 18.2.2 Pkt. 2) |
| Ebenda, nach dem Hansoku-make | „KANN der Athlet im Wettbewerb NICHT weitermachen“ und bleibt auf dem Platz, den er in der Wettkampfliste erreicht hat; im Viertelfinale ist das Platz 7. Im Modus jeder gegen jeden werden alle verbleibenden Kämpfe als Ippon-Sieg für den Gegner gewertet (aus dem Englischen übersetzt) | IJF (Sport- und Organisationsregeln der IJF, Art. 18.2.2) |
| Nationale Turniere in Japan nach den internationalen Regeln | Legt in der japanischen Fassung der IJF-Regeln dieselbe Behandlung fest: Der Athlet „darf an den folgenden Kämpfen nicht teilnehmen“ (aus dem Japanischen übersetzt). Ein Hinweis besagt, dass bei nationalen Turnieren vor diesem Hansoku-make die Zustimmung eines Außenrichters oder eines Mitglieds der Kampfrichterkommission eingeholt wird | Japanischer Judoverband (Kampfrichter-Lizenzleitfaden 2026) |
| Wettkämpfe in Japan bis zum Mittelschulalter | Diese Wettkämpfe werden nach den Kampfrichterregeln der IJF ausgetragen, ergänzt um Bestimmungen zur Sicherheit. Für Kani-basami gilt, was die zugrunde liegenden internationalen Regeln vorsehen | Japanischer Judoverband (Kampfrichterordnung für Jugendwettkämpfe, gültig ab 1. April 2026) |
| Sportunterricht im 1. und 2. Jahr der japanischen Mittelschule | „Die Schülerinnen und Schüler sollen verstehen, dass im Judo verbotene Techniken wie Kani-basami, Kawazu-gake, Ashi-garami und Do-jime nicht angewendet werden, und sich entsprechend beteiligen können“ (aus dem Japanischen übersetzt) | Japanisches Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (Leitfaden für den Judounterricht, 3. überarbeitete Auflage) |
| Wettkämpfe im Bereich des DJB | Die Kampfregeln des DJB auf Grundlage der IJF-Regeln nennen Kani-basami unter den Techniken, die bei IJF-Veranstaltungen nicht erlaubt sind, und führen „Die Anwendung von Kani-basami“ unter „Hansoku-make für Verstöße gegen den Geist des Judo“ | Deutscher Judo-Bund (Kampfregeln, Stand März 2026, Art. 9 Pkt. 7 und Art. 18.2.2 Pkt. 2) |
Wie die Regeln zu lesen sind
- Die IJF-Bestimmung nennt Kani-basami nur mit der Technikbezeichnung (auch die japanische Fassung des Japanischen Judoverbands lautet „Kani-basami anwenden“) und beschreibt die Bewegung nicht. Die Bestimmung enthält keine Formulierung, die für bestimmte Situationen eine Ausnahme macht.
- Nach den IJF-Regeln berät sich der Kampfrichter vor der Vergabe von Hansoku-make mit den zuständigen Kampfrichter-Verantwortlichen der IJF (Kampfrichterdirektor oder Supervisor).
- Der Eintrag des Bildungsministeriums gehört zu den Inhalten der „Haltung“, die im schulischen Sportunterricht erworben werden sollen, und steht in der Spalte für das 1. und 2. Jahr der Mittelschule. In den Spalten für das 3. Jahr und für die Oberschule wird Kani-basami nicht genannt. Es handelt sich nicht um eine Bestimmung, die das Üben im Dojo oder in Schul-Judogruppen allgemein verbietet.
Im Graduierungssystem des DJB
In den Technik-Pools für das Graduierungssystem des DJB steht Kani-basami im „historischen Programm“ ab dem 4. Dan. Dazu zählt der DJB Techniken, die praktisch nur noch von historischem Interesse sind, aber dennoch zu den offiziellen Techniken des Kodokan-Judo gehören; die Zuordnung ist dort als vorläufig gekennzeichnet (Stand Juli 2022). In den Anforderungen zum 5. und 6. Dan (Stand 1. Februar 2024) sind Kani-basami und Kawazu-gake ausdrücklich von den vom Prüfer gewählten Beispielen ausgenommen, an denen die Funktionsprinzipien und die Nomenklatur der Wurftechniken demonstriert und erläutert werden (5. Dan: Ma- und Yoko-sutemi-waza; 6. Dan: alle Nage-waza).
07 / Quellen
Quellen
Quellen nach Abschnitten. Titel von Unterlagen, die nur auf Japanisch erschienen sind, geben wir in eigener deutscher Übersetzung an, gekennzeichnet mit „Titel übersetzt“.
Abschnitt 1: Was ist Kani-basami?
- Einordnung (15. von 16 Yoko-sutemi-waza): Kodokan, „Liste der Judo-Technikbezeichnungen“ (auf Japanisch; Titel übersetzt) https://kdkjudo.org/%E6%8A%80/%E6%9F%94%E9%81%93-%E6%8A%80%E5%90%8D%E7%A7%B0%E4%B8%80%E8%A6%A7/ ; Kodokan, „柔道の技名称(100本)/ NAMES OF JUDO TECHNIQUES“ https://kdkjudo.org/wp-content/uploads/2024/08/Names-of-Judo-techniques-1.pdf
- Behandlung in den Wettkampfregeln: die in Abschnitt 6 genannten Bestimmungen
Abschnitt 2: Videos zum Ansehen
- Titel und Herausgeber: siehe „Videos“ am Ende dieser Liste.
Abschnitt 3: Definition und Einordnung
- Definition des Kodokan, Listen der ursprünglichen und der überarbeiteten Gokyo-no-waza: Kodokan, „Liste der Judo-Technikbezeichnungen“ (siehe oben); Kodokan, Names of Judo Techniques (englische Seite) https://kdkjudo.org/en/techniques/names-of-judo-techniques/
- Gliederung in Nage-waza, Sutemi-waza und Yoko-sutemi-waza: Kodokan, „Kodokan-Judo: Text für die Dan-Prüfungen“ (Fassung vom 19. Juni 2026) (auf Japanisch; Titel übersetzt) https://kdkjudo.org/wp-content/uploads/2026/06/昇段試験のためのテキスト_20260619改.pdf
- Technikbezeichnungen des Kodokan, festgelegt 1982 und überarbeitet 1997: Japanischer Judoverband (All Japan Judo Federation), „Handbuch für Kampfrichter“ (2004, Auszug), Teil „Technikbezeichnungen des Kodokan“ (auf Japanisch; Titel übersetzt) https://www.judo.or.jp/cms/wp-content/uploads/2013/08/2004-shinpan-man.pdf
- Definition von Kawazu-gake: Kodokan, „Liste der Judo-Technikbezeichnungen“ (siehe oben). Behandlung in den Regeln: die IJF-Regeln aus Abschnitt 6
Abschnitt 4: Warum gilt Kani-basami als gefährlich?
- Anlass der Untersuchung, die Aussage über häufige Unterschenkelverletzungen im Wettkampf und die Methode: 籔根敏和, 野原弘嗣, 上村守, 岡田修一, 山崎俊輔, 細川伸二, „Über die Stoßkraft von Kani-basami auf den Unterschenkel“ (auf Japanisch; Titel übersetzt), Research Journal of Budo 23(2): 17–18, 1990 https://doi.org/10.11214/budo1968.23.2_17
- Methode, Schlussfolgerungen, Vermutung zum Wadenbein und die von den Autoren genannten Grenzen: 籔根敏和 u. a., „A study of bending stress produced by Kanibasami“ (auf Japanisch mit englischer Zusammenfassung), Research Journal of Budo 24(1): 52–62, 1991 https://doi.org/10.11214/budo1968.24.1_52
- Ort der Verletzung von 1980: die Quellen zu Abschnitt 5
- Neujahrsgruß des Kodokan-Präsidenten: Kodokan, „Worte des Monats: Neujahrsgruß“ (Uemura Haruki, Präsident des Kodokan, Januar 2010) (auf Japanisch; Titel übersetzt) http://kodokanjudoinstitute.org/words/201001/
Abschnitt 5: Wie es zum Verbot kam
- Turnier und Verletzung von 1980 (Bruch des linken Beins, Kampf nicht fortsetzbar, drei Monate bis zur Heilung): Sasakawa Sports Foundation, „Yamashita Yasuhiro, Verkörperung des ‚Ju‘ in der olympischen Geschichte“ (Interviewreihe Voice of Legends; Interviewer Nishida Yoshio, Text Yamamoto Naoko, Mai 2013) (auf Japanisch; Titel übersetzt) https://www.ssf.or.jp/knowledge/history/interview/013.html
- Gebrochener Knochen = Wadenbein des linken Beins: Sasakawa Sports Foundation, „Yamashita Yasuhiro: einen Traum verwirklichen“ (Reihe über Olympia- und Paralympics-Athleten, von Sano Shinsuke) (auf Japanisch; Titel übersetzt) https://www.ssf.or.jp/knowledge/history/olympic_athlete/27.html
- Die vier verbotenen Techniken in den Technikbezeichnungen der Internationalen Judo-Föderation (festgelegt 1995, überarbeitet 1998): Japanischer Judoverband, „Handbuch für Kampfrichter“ (siehe oben), Teil „Technikbezeichnungen der Internationalen Judo-Föderation“
- Auszug aus den Kampfrichterregeln des Kodokan-Judo, Jugendregeln (geändert am 12. Januar 2000), und der Leitfaden von 2013: Japanisches Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT), „Lehrmaterial für den Schulsport Nr. 2: Leitfaden für den Judounterricht (3. überarbeitete Auflage)“ (Datei 1333611_12.pdf, gedruckte S. 190) (auf Japanisch; Titel übersetzt) https://www.mext.go.jp/a_menu/sports/jyujitsu/1334217.htm
- Aktuelle IJF-Regeln: die Quellen zu Abschnitt 6
Abschnitt 6: Heutige Regeln
- Bei IJF-Veranstaltungen nicht erlaubte Techniken, Hansoku-make für Verstöße gegen den Geist des Judo, kein weiteres Antreten, Wettkampfliste und Jeder-gegen-jeden-Modus, Beratung vor dem Hansoku-make, Nennung nur mit der Technikbezeichnung: International Judo Federation, Sport and Organisation Rules (SOR), Version 24 July 2026 (Art. 9 Pkt. 7; Art. 18.2 bis 18.2.2) https://78884ca60822a34fb0e6-082b8fd5551e97bc65e327988b444396.ssl.cf3.rackcdn.com/up/2026/07/IJF_Sport_and_Organisation_Rul-1785064466.pdf
- Japanische Fassung für nationale Turniere und Hinweis zu nationalen Turnieren: Japanischer Judoverband (All Japan Judo Federation), „Kampfrichter-Lizenzleitfaden 2026“ (11. Juni 2026; Art. 9 Pkt. 7 und Art. 18 Abs. 2 Pkt. 2) (auf Japanisch; Titel übersetzt) https://www.judo.or.jp/cms/wp-content/uploads/2026/06/柔道審判ライセンスガイド2026_260610.pdf
- Wettkämpfe bis zum Mittelschulalter: Japanischer Judoverband, „Kampfrichterordnung für Jugendwettkämpfe (geändert am 16. März 2026, gültig ab 1. April 2026)“ (auf Japanisch; Titel übersetzt) https://www.judo.or.jp/cms/wp-content/uploads/2025/03/6-10-%E5%B0%91%E5%B9%B4%E5%A4%A7%E4%BC%9A%E8%A9%A6%E5%90%88%E5%AF%A9%E5%88%A4%E8%A6%8F%E7%A8%8B%EF%BC%882026.4.1%E6%94%B9%E6%AD%A3%E8%89%B2%E7%84%A1.pdf (Veröffentlichungsseite https://www.judo.or.jp/coach-referee/referee/referee-regulations-rules/)
- Verbotene Techniken im 1. und 2. Jahr der Mittelschule: Japanisches Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie, „Leitfaden für den Judounterricht (3. überarbeitete Auflage)“ (siehe oben; Tabelle „Systematische Gliederung der Unterrichtsinhalte im Budo-Fach Judo (Haltung)“, Spalte 1. und 2. Jahr der Mittelschule; Datei 1333611_03_1.pdf, S. 29)
- DJB-Kampfregeln: Deutscher Judo-Bund, „Kampfregeln des Deutschen Judo-Bund e.V. auf der Grundlage der IJF-Regeln, Stand März 2026“ (S. 25, Art. 9; S. 55–56, Art. 18.2.2 Pkt. 2) https://www.judobund.de/fileadmin/user_upload/judobund.de/Downloads/Regeln_und_Ordnungen/2026_neue_Ordnungen/2026_03_DJB-Kampfregeln_ueberarbeitet.pdf
- DJB-Graduierungssystem: Deutscher Judo-Bund, „Technik-Pools für das Graduierungssystem des DJB“ (Stand 1. Juni 2022; S. 2 Definition des historischen Programms, S. 6 Übersichtstabelle, vorläufig, Stand Juli 2022) https://www.judobund.de/fileadmin/user_upload/judobund.de/Downloads/Downloadcenter/Kyu-Graduierungen/Kyu_Graduierungsstem_Technik_Pools_fuer_das_Graduierungssystem_des_DJB.pdf ; Deutscher Judo-Bund, „Anforderungen an Dan-Grade im DJB (Stand 1. Februar 2024)“ (S. 8, 5. Dan; S. 9, 6. Dan) https://www.judobund.de/fileadmin/user_upload/judobund.de/Downloads/Regeln_und_Ordnungen/Anforderungen_fuer_Dan-Grade_2024.pdf
Videos
Kodokan
- KODOKAN (offizieller YouTube-Kanal des Kodokan), „蟹挟 / Kani-basami“ (Reihe laut Videobeschreibung: „KODOKAN × IJF ACADEMY 100 Techniques“) https://www.youtube.com/watch?v=OR-HGHnarYc
- KODOKAN, „横捨身技 / Yoko-sutemi-waza“ https://www.youtube.com/watch?v=ml_eSxz8OMo